Projekt

Im Jahr 2019 erwarb die Stiftung Abendrot das seit 2011 leerstehende Webergut in Zollikofen. Das Bürogebäude wurde 1990 für das Bundesverwaltungsgericht gebaut, das seinen Sitz mittlerweile nach St. Gallen verlegt hat. Aktuell wird das Gebäude zwischengenutzt und als Lagerfläche oder Atelier an Gewerbetreibende vermietet.

Die Stiftung Abendrot plant nun die Umnutzung des Weberguts. Zudem ist auf dem bis anhin als Parkplatz benutzten Bereich ein Neubau vorgesehen. Das Ziel ist, bezahlbaren, architektonisch hochwertigen und gemeinschaftlich genutzten Wohn- und Arbeitsraum zu schaffen. In einem partizipativen Vorgehen werden die Ideen und Bedürfnisse der künftigen Nutzerinnen und Nutzer seit Beginn der Planung einbezogen.

Lage

Die Gemeinde Zollikofen ist ländlich gelegen und gleichzeitig nah an der Stadt Bern. Das Webergut befindet sich am Rand der Gemeinde grenzt an den Wald und die Landwirtschaftszone.

Zwei Bushaltestellen in unmittelbarer Nähe bieten eine gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr und eine direkte Postautoverbindung nach Bern. Zum Berner Hauptbahnhof sind es von den Bahnhöfen Zollikofen und Unterzollikofen nur 9 respektive 11 Zug-Minuten.

Vielfältige Freizeitmöglichkeiten, Schulen sowie Naherholungsgebiete sind zu Fuss oder mit dem Velo gut erreichbar.

Umwandlung des Quartiers

Durch Umnutzungen, Ersatzneubauten und Verdichtungen rund um das Webergut soll langfristig gesehen ein innovatives und attraktives Quartier am Rand von Zollikofen entstehen. Am Anfang dieser Entwicklung steht die Umnutzung des Weberguts, mit dem die Stiftung Abendrot einen Mehrwert für den Wohn-, Arbeits- und Lebensalltag in Zollikofen schaffen will.

Umnutzung zu Wohnen

Hier sollen unterschiedliche Wohnformen für Familien, Singles, ältere Menschen und gleichzeitig auch Nischen für Start-ups, Kleinbetriebe und Non-Profit-Organisationen entstehen. Um den unterschiedlichen Bedürfnissen der künftigen Mieterschaft gerecht zu werden, sind vielfältige Raumangebote für die private, gemeinsame und gewerbliche Nutzung vorgesehen:

  • Wohnungen in verschiedenen Grössen
  • Gäste- und Jokerzimmer
  • Strukturen für die Kinderbetreuung und für betreutes Wohnen
  • Flexible Grossraumbüros, Co-Working-Möglichkeiten
  • Wohnateliers für die Integration von Wohnen und Arbeiten
  • Gastroangebote
  • Gemeinschaftsraum, Bibliothek, Werkstatt, Sauna
  • Terrasse, Gemeinschaftsgarten

Der geplante Umbau besticht vor allem durch einen minimalen Eingriff in die bestehende Bausubstanz. Das Gebäude wird nicht abgerissen, sondern mit Hinblick auf eine nachhaltige Energieversorgung saniert und mit neuen baulichen Elementen ergänzt. Ein nicht-alltägliches Wohnerlebnis versprechen die zentralen, über alle Stockwerke verbundenen gemeinschaftlichen Räume und der Innenhof. Die neu angebauten Balkone rund um das Gebäude schaffen Privaträume für die Bewohnerinnen und Bewohner und verwandeln das nüchterne Bürogebäude in ein Wohnhaus.

Neubau

Der achtstöckige Neubau wird den Eingang zum Webergut markieren und rund 30 Wohnungen umfassen. Geplant sind 1.5-Zimmer- bis 4.5-Zimmer-Wohnungen. Im Sockelgeschoss wird der Waschsalon und der Gemeinschaftsraum dieses Gebäudes liegen und ein direkter Zugang die zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner in den Gemeinschaftsgarten führen. Beim aktuellen Planungsstand des Neubaus handelt es sich um ein Richtprojekt, das nach dem Vorliegen der Teil-Überbauungsordnung im Detail ausgearbeitet wird.

Vorgehen und Termine

Um die Umnutzung des leerstehenden Bürogebäudes voranzutreiben, führte die Stiftung Abendrot im Winter 2019/20 einen Studienauftrag durch. Anschliessend wurden die Resultate aus dem Studienauftrag in partizipativen Workshops mit potenziellen Nutzerinnen und Nutzern kritisch hinterfragt, diskutiert und weiterentwickelt.

Die Erkenntnisse aus den ersten beiden Workshops fliessen in die Projektplanung ein und dienen als Basis für die Erarbeitung der Teil-Überbauungsordnung (ab 2021). Die bauliche Umnutzung wird voraussichtlich zwischen 2022 und 2024 realisiert. Die ersten Wohnungen sollten ab 2024 bezugsbereit sein. 

Inputs und eine aktive Teilnahme an Workshops im Rahmen des Partizipationsprozess sind jederzeit willkommen.

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